12 Fehler, die jeder beim Fahrradfahren begeht
Auch erfahrene Radfahrer machen Fehler, die ihre Sicherheit gefährden können. Das sind die häufigsten Fehler beim Fahrradfahren und wie du sie vermeidest.

Fahrradfahren ist eine gesunde, praktische und schonende Art, um Sport zu machen und dazu noch umweltfreundlich. Es spart Geld, schont die Nerven im Stadtverkehr und hält dich fit. Dennoch schleichen sich bei vielen Radfahrern Gewohnheiten ein, die sowohl ihre Sicherheit als auch die Lebensdauer ihres Fahrrads beeinträchtigen können. Manche Fehler passieren aus Unwissenheit, andere aus Bequemlichkeit – doch viele lassen sich mit einfachen Maßnahmen vermeiden. In diesem Artikel stellen wir dir die häufigsten Fehler vor, die Radfahrer begehen, und geben dir wertvolle Tipps, wie du diese vermeiden kannst, um sicher, komfortabel und effizient unterwegs zu sein.
Los geht's ...

#1 Falsche Sitzposition
Eine falsche Sitzposition kann nicht nur unbequem sein, sondern auch gesundheitliche Probleme verursachen. Ist der Sattel zu niedrig, müssen deine Knie übermäßig stark gebeugt werden, was auf Dauer zu Schmerzen und Gelenkproblemen führen kann. Ist er hingegen zu hoch eingestellt, fehlt dir die nötige Kontrolle über das Rad. Auch die Lenkerhöhe spielt eine entscheidende Rolle: Ein zu niedriger Lenker belastet die Handgelenke und kann zu Verspannungen im Nacken führen. Stelle den Sattel so ein, dass dein Bein im unteren Pedalstand fast gestreckt ist, und finde eine Lenkerhöhe, die eine entspannte Haltung ermöglicht.
Weiter geht’s mit einem Punkt, der dein Fahrrad langfristig fit hält …

#2 Vernachlässigung der Fahrradwartung
Viele Radfahrer verlassen sich darauf, dass ihr Fahrrad einfach funktioniert – bis plötzlich die Bremsen nicht mehr greifen oder die Kette abspringt. Ein schlecht gewartetes Fahrrad kann aber nicht nur teuer werden, sondern auch gefährlich sein. Überprüfe regelmäßig den Reifendruck, kontrolliere die Bremsbeläge auf Abnutzung und sorge dafür, dass die Kette sauber und geschmiert ist. Mindestens einmal im Jahr solltest du dein Rad einem professionellen Check unterziehen lassen, um größere Probleme frühzeitig zu erkennen.
Nun zu einem Fehler, der oft unterschätzt wird …

#3 Ungeeignete Kleidung tragen
Dunkle Kleidung macht dich im Straßenverkehr unsichtbar – besonders in der Dämmerung oder bei schlechtem Wetter. Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sehen dich oft erst im letzten Moment, was gefährlich werden kann. Trage helle oder reflektierende Kleidung, um von Weitem erkannt zu werden. Auch eine gut sitzende Hose und festes Schuhwerk sind wichtig, denn flatternde Hosenbeine können sich in der Kette verfangen und Sandalen oder rutschige Sohlen bieten wenig Halt auf den Pedalen.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft das richtige Bremsen …

#4 Falsches Bremsverhalten
Viele Radfahrer benutzen entweder nur die Vorder- oder nur die Hinterradbremse – beides ist nicht ideal. Die Vorderradbremse allein kann dich in Gefahr bringen, weil du bei plötzlichem Anhalten über den Lenker fliegen kannst. Die Hinterradbremse allein verlängert den Bremsweg erheblich. Die richtige Technik besteht darin, beide Bremsen gleichmäßig zu betätigen, um kontrolliert und sicher zum Stehen zu kommen.
Kommen wir nun zu einem Fehler, der nicht nur gefährlich, sondern auch illegal ist …

#5 Fahren gegen die Fahrtrichtung
Manche Radfahrer fahren auf dem Radweg oder der Straße einfach entgegen der vorgeschriebenen Richtung, um sich eine vermeintlich kürzere Strecke zu verschaffen. Doch das ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Autofahrer rechnen nicht mit Radfahrern, die ihnen entgegenkommen, was schnell zu Unfällen führen kann. Besonders an Kreuzungen oder Einfahrten entstehen so gefährliche Situationen.
Ein weiteres Risiko im Straßenverkehr entsteht durch Ablenkung …

#6 Musik hören mit Kopfhörern
Laute Musik über Kopfhörer kann deine Wahrnehmung im Straßenverkehr stark einschränken. Du hörst möglicherweise keine herannahenden Autos, Klingeln anderer Radfahrer oder Warnsignale. Gerade in Städten mit viel Verkehr kann das gefährlich werden, da du im Ernstfall nicht schnell genug reagieren kannst. Falls du nicht auf Musik verzichten möchtest, solltest du die Lautstärke so einstellen, dass du Umgebungsgeräusche noch gut wahrnehmen kannst.
Nun zu einem Punkt, der besonders bei schlechten Lichtverhältnissen problematisch wird …

#7 Fehlende oder falsche Beleuchtung
Viele Radfahrer unterschätzen die Bedeutung der richtigen Beleuchtung. Entweder fehlt das Licht komplett oder sie verwenden blinkende LEDs, die irritieren und sogar andere Verkehrsteilnehmer blenden können. In Deutschland sind durchgehend leuchtende Front- und Rücklichter vorgeschrieben. Stelle sicher, dass dein Licht immer funktioniert und sichtbar ist – besonders in den Wintermonaten. Auch Reflektoren an Pedalen und Speichen sind wichtig, um von der Seite besser erkannt zu werden. Ein gut beleuchtetes Fahrrad erhöht nicht nur deine eigene Sicherheit, sondern schützt auch andere.
Nun zu einem Fehler, der oft aus Bequemlichkeit gemacht wird …

#8 Fahren auf Gehwegen
Viele Radfahrer nutzen Gehwege, weil sie sich dort sicherer fühlen als auf der Straße. Doch das ist nicht nur für Fußgänger gefährlich, sondern in den meisten Fällen auch verboten. Fußgänger rechnen nicht mit schnellen Radfahrern und plötzliche Richtungswechsel können schnell zu Zusammenstößen führen. Nutze stattdessen die vorgesehenen Radwege oder fahre auf der Straße, wenn keiner vorhanden ist.
Ein Fehler, den viele aus Bequemlichkeit machen, ist das fehlende Anzeigen von Richtungswechseln …

#9 Keine Handzeichen geben
Wenn du ohne Handzeichen abbiegst oder die Spur wechselst, wissen andere Verkehrsteilnehmer nicht, was du vorhast. Das führt zu Missverständnissen und erhöht das Unfallrisiko erheblich. Signalisiere deine Absicht deshalb immer frühzeitig mit einem deutlichen Handzeichen. Strecke dafür den Arm zur Seite, bevor du abbiegst oder die Spur wechselst. Besonders an Kreuzungen und Kreisverkehren ist dies wichtig, um Unfälle zu vermeiden.
Zum Schluss kommen wir zu einem Fehler, den viele erst bemerken, wenn es zu spät ist …

#10 Falscher Reifendruck
Zu wenig Luft in den Reifen macht das Treten anstrengend und erhöht den Verschleiß, während zu hoher Druck die Haftung auf der Straße verringert. Der richtige Reifendruck hängt von deinem Gewicht, der Reifenbreite und dem Untergrund ab. Überprüfe regelmäßig den Druck und orientiere dich an den Herstellerangaben auf der Reifenflanke. Ein optimal eingestellter Reifendruck sorgt für leichteres Fahren, mehr Sicherheit und weniger Verschleiß. Um Pannen zu vermeiden, sollte der auf dem Reifen angegebene Luftdruck eingehalten werden. Zu wenig Druck schädigt Reifen, Schlauch und Felge, zu viel kann den Reifen zum Platzen bringen. Die Grundregel lautet: Schmale Reifen brauchen mehr Druck. Auf Asphalt rollt ein hoher Druck besser, auf weichem Untergrund sorgt ein niedrigerer für mehr Grip.
Auch das ist wichtig:

#11 Toten Winkel von LKWs nicht beachten
Ein oft unterschätztes Risiko ist der tote Winkel von LKWs. Gerade an Kreuzungen und Einmündungen ist besondere Vorsicht geboten: LKW-Fahrer können Radfahrer im toten Winkel leicht übersehen. Das kann zu schweren Unfällen führen, wenn der LKW abbiegt. Halte daher immer ausreichend Abstand zu LKWs und achte besonders darauf, dich niemals in deren totem Winkel aufzuhalten. Wenn du an einer Ampel neben einem LKW stehst, warte lieber hinter dem Fahrzeug, bis es sicher abgebogen ist. So minimierst du das Risiko, übersehen zu werden, und kannst sicherer unterwegs sein.
Nun zu einem häufigen Fehler, der bei der Straßenüberquerung gemacht wird …

#12 Zebrastreifen mit Fahrrad überqueren
Viele Radfahrer machen den Fehler, Zebrastreifen wie Fußgänger zu nutzen, ohne abzusteigen. Dabei gilt: Zebrastreifen sind für Fußgänger gedacht. Wenn du auf dem Fahrrad sitzt, musst du den Zebrastreifen wie eine normale Fahrbahn behandeln. Steige daher ab und schiebe dein Rad über den Zebrastreifen, um Missverständnisse mit Autofahrern zu vermeiden. So signalisierst du klar, dass du als Fußgänger den Vorrang hast und erhöhst gleichzeitig deine Sicherheit. Durch das Absteigen und Schieben bist du besser sichtbar und kannst schneller auf unvorhergesehene Situationen reagieren.